Erfahrungsberichte: Duales Studium Logistikmanagement an der EUFH in Brühl

In der Studienwelt der Logistik gibt es eine Vielzahl an dualen Studiengängen. Daher wollten wir natürlich auch Erfahrungen zum Thema duales Studium in der Logistik sammeln und sind auf vier Studierende gestoßen, die das duale Studium Logistikmanagement an der Europäischen Fachhochschule (kurz EUFH) in Brühl erfolgreich beendet haben. Wir wollten mehr über die EUFH, das duale Studium dort und ihre Erfahrungen wissen und haben sie um ein Interview gebeten.

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Erfahrungsbericht von Christine

Christine Gerdt Duales Studium Logistikmanagement

Erfahrungsbericht

Liebe Christine, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unsere Fragen nimmst. Wann und warum bist du zu dem Entschluss gekommen, ein Studium im Bereich Logistik aufzunehmen?

Wann? Ich denke, es war in der Oberstufe auf dem Gymnasium. Warum? Ich wollte ehrlich gesagt irgendwo in einer Branche arbeiten, die immer in Bewegung ist und großes Wachstum verzeichnet. So kam ich auf Logistik.

Du hast dich nicht für ein „normales“ Vollzeitstudium, sondern ein duales Logistikmanagement Studium entschieden. Wieso diese Wahl? Was für Vorteile hast du dir davon versprochen?

Alle, die ich zu einem dualen Studium befragt habe, haben gesagt, dass es super anstrengend sei und man habe kaum Freizeit. Mir wurde ein Vollzeitstudium geraten und ich sollte die Studienzeit doch möglichst genießen! Genau das hat mich jedoch immer neugieriger gemacht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es so anders sein sollte und habe mich dazu entschieden. Mal was Anderes eben. Die Vorteile sah ich damals in den Praxisphasen bei gleichbleibender Studiendauer eines normalen Bachelorstudiengangs.

Hat das Studium dann letztendlich auch deine Erwartungen erfüllt? Was sind aus deiner Sicht die Vor- und evtl. auch Nachteile dieser Studienart?

Besonders aufgefallen ist mir der Vorteil meines Studiums, als ein frischer Absolvent eines Vollzeitstudiums zu uns in das Unternehmen kam.

Die Vorteile liegen auf der Hand: die Praxisphasen! Ich habe so viel im Unternehmen nebenher gelernt. Es fängt bei Kleinigkeiten an, z.B. wie man sich im Unternehmen verhält, in Meetings gegenüber Kollegen und Vorgesetzten oder wie läuft eigentlich eine Inventur ab? Das lernt man nicht im Studium, sondern individuell im Unternehmen. Es folgten natürlich fachliche Lernerfolge und durchaus die Anwendung von Theorie in der Praxis. Besonders aufgefallen ist mir der Vorteil meines Studiums, als ein frischer Absolvent eines Vollzeitstudiums zu uns in das Unternehmen kam. Er hatte die gleichen Probleme wie ich am Anfang. Dabei war er aber schon fertig mit dem Studium und musste schnell Verantwortung übernehmen können. Ich hatte ihm Einiges voraus und das mitten im Studium als Praktikantin!

Der Nachteil dieser Studienart? Ich denke, wenn es Nachteile gibt, dann sind es die, dass man immer wieder drei Monate getrennt von Vorlesungen, Lernstoff und Freunden ist. Zum Beispiel wird das Erlernen einer neuen Fremdsprache unterbrochen und das Wiedereinsteigen nach drei Monaten ist etwas holprig. Aber auch dafür gibt es Lösungen. Einige besonders fleißige Studenten wiederholten gerne den Lernstoff und Vokabeln während der vorlesungsfreien Zeit.

Kannst du uns einen Einblick in dein duales Studium Logistikmanagement geben? Wie läuft ein typisches Semester ab? Wie sind die Ausbildungs- und Studienzeiten aufgeteilt? Bedeutet ein duales Studium viel Lernstress?

Ja, manch einer würde sagen, man hat weniger Freizeit. Besonders im Vergleich zu einem Vollzeitstudenten.

Ein typisches Semester an der EUFH: ein Semester besteht aus der Praxisphase im Unternehmen und der Theoriephase in der Fachhochschule. Für jede Phase sind drei Monate vorgesehen. In der Theoriephase hat man normalerweise drei Tage in der Woche Vorlesungen. Die restlichen zwei Tage in der Woche hat man entweder Berufsschule, Arbeitstage in der Firma oder frei. Es ist abhängig davon, ob man eine Ausbildung nebenbei im Unternehmen absolviert oder ein Langzeitpraktikum. Manche Unternehmen möchten den Praktikanten auch in der Theoriephase sehen. So auch bei mir. Einige Firmen lassen dem Studenten die zwei Tage für Lernzwecke. Ich finde jedoch, dass eine regelmäßige Präsenz im Unternehmen vorteilhaft für den Studenten ist. Man wird nicht „vergessen“ und man kann an Projekten arbeiten, ohne diese abzubrechen. Denn es gibt selten Projekte, die nur drei Monate andauern.

Der Vorlesungsplan ist durch den straffen Zeitplan recht voll. Vorlesungen beginnen oft um 8:30 Uhr und können durchaus bis 20 Uhr gehen. Es gibt eine Mittagspause, die meistens zwischen 45 Minuten und einer Stunde andauert. Zwischen den Vorlesungen hat man 15 Minuten Pause, um die Räumlichkeiten zu wechseln. Fast alle Dozenten und Professoren machen in den Vorlesungen zusätzlich kurze Pausen.

Präsentationen, Gruppenarbeiten und Fallstudien macht man entweder noch nach den Vorlesungen in der Bibliothek (man kann sich den Schlüssel zu den Lernräumen ausleihen und bis in die Nacht arbeiten) oder an den Wochenenden.

Normalerweise sind die Aufgaben so verteilt, dass man bei konsequentem Arbeiten alle Deadlines einhalten kann und erfolgreiche Ergebnisse erzielen kann. Lernstress macht man sich da eher selbst, wenn man alle Aufgaben bis zum Schluss schleifen lässt und einen Tag vor Abgabe anfängt. Die typischen Semesterferien hat man bei diesem Studiengang nicht.

In den Praxisphasen hat man mit üblichen Arbeitszeiten zu rechnen, sprich von 8:00 - 17:00 Uhr. Anstatt der Semesterferien hat man Urlaubstage, die individuell abhängig vom Unternehmen ausfallen. Diese können natürlich nur in den Praxisphasen genehmigt werden.

Ja, manch einer würde sagen, man hat weniger Freizeit. Besonders im Vergleich zu einem Vollzeitstudenten. Aber genau so ist es dann später in der Arbeitswelt auch. Man hat weniger Freizeit als zukünftige Führungspersönlichkeit und so lernt man früher damit umzugehen, sprich bevor es soweit ist. Man verbringt die freie Zeit nicht im Nebenjob, sondern im Unternehmen und verdient dort Geld und lernt sogar etwas dazu.

Du hast während des Studiums ein Auslandssemester in Russland absolviert und damit interkulturelle Erfahrungen gesammelt. Wie verbindet man den Auslandsaufenthalt mit der Ausbildung im Betrieb? Ist dieser Teil des Studiums im Studienplan integriert?

Das Auslandssemester ist verpflichtend an der EUFH. Der Auslandsaufenthalt ist völlig unproblematisch für das Unternehmen, da es vor Ausbildungs- bzw. Praktikumsbeginn vertraglich geregelt wird. Das Unternehmen wird vor Vertragsabschluss über alle Studienabläufe informiert und stimmt mit dem Vertrag zu, den Studenten für den Auslandsaufenthalt freizustellen. Und eine Auslandserfahrung empfehle ich jedem!

Du hast dein Studium an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in Brühl (bei Köln) absolviert. Wie sind deine Erfahrungen dort? Kannst du die Hochschule empfehlen? Was sind die positiven und negativen Erlebnisse?

Außerdem werden viele Studenten von den Ausbildungsunternehmen später übernommen.

Die EUFH bietet jedem Studenten wunderbare Möglichkeiten, später erfolgreich im Berufsleben zu sein. Die Praxisphasen, Vorlesungen in Training der sozialen Kompetenzen, neben Englisch eine weitere Fremdsprache und das Auslandssemester runden das Studium ab. Kleine Lerngruppen, moderne Einrichtungen & Professoren, die Studenten bei Namen kennen, bilden optimale Lernbedingungen.

Das Ganze hat jedoch einen stolzen Preis. Es ist eine private Fachhochschule und man muss mit 630 Euro Studiengebühren im Monat rechnen. Zuzüglich Bahnticket, Laptop, Bücher und sonstige Dinge, die einen Studenten ausmachen. Natürlich bekommt man nebenher Ausbildungs- bzw. Praktikumsvergütung und man hat die Möglichkeit, Bafög zu beantragen. Einige Firmen übernehmen auch die Studiengebühren mit entsprechenden Bindungsprogrammen nach dem Studium. Jedoch reicht es nicht bei jedem Studenten aus, um die hohen Kosten zu decken.

Zu beachten ist auch der Abschluss! Man beendet das Studium mit 180 ECTS. Einige Studenten, die einen Master danach machen möchten, müssen je nach Universität Vorkurse belegen oder können das Studium nicht antreten, weil ihnen 30 ECTS fehlen, denn 210 ECTS sind oft eine Zulassungsbedingung. Aber auch ich habe einen passenden Masterstudiengang gefunden, den ich berufsbegleitend ab Oktober starten werde. Außerdem werden viele Studenten von den Ausbildungsunternehmen später übernommen. Dies ist auch bei mir der Fall und ich darf mich glücklich schätzen, sofort nach dem Studium einen Arbeitsplatz im Managementbereich zu haben.

Was würdest du einem jungen Studieninteressenten raten, der dich nach den Berufsaussichten in der Logistik und dem passenden Berufswunsch fragt. Ist ein Logistikmanagement Studium zu empfehlen?

Definitiv ist ein Logistik Studium zu empfehlen. Die Branche ist schnelllebig und spannend. Außerdem sind Akademiker stark gefragt in der Logistik und ich bin mir sicher, es wird sich nicht so schnell ändern. Zusätzlich kann man als Logistiker in jeder Branche anfangen. Jede Branche muss seine Produkte zum Endkunden transportieren und genau da liegen die Vorteile eines Logistik- Absolventen.

Christine, vielen Dank für deine ausführlichen Antworten. Wir wünschen dir viel Erfolg beim Studienabschluss und dem Sprung ins Berufsleben als Logistikmanagerin.

Danke.

Erfahrungsbericht von Tim

Tim Lützler Duales Studium Logistikmanagement

Erfahrungsbericht

Lieber Tim, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unsere Fragen nimmst. Wann stand für dich fest, dass du ein duales Studium im Bereich Logistik beginnen möchtest? Und was hat dich überzeugt, dass dies der richtige Weg für dich ist?

Gegen Ende meiner Schulzeit habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich nach dem Abitur machen möchte. Für mich war schnell klar, dass eine rein theoretische „Ausbildung“ – sprich Studium – nicht in Frage kommt. Ich wollte unbedingt auch einen praktischen Anteil mit dabei haben. Nachdem ich mich dann über die Möglichkeiten informiert habe, war mir klar, dass ich ein duales Studium mache. Hier konnte ich neben einen Studium auch als Auszubildender eines Unternehmens praktische Erfahrungen sammeln.

Du hast dich für den dualen Bachelor-Studiengang Logistikmanagement an der Europäischen Fachhochschule in Brühl entschieden. Warum diese Hochschule und dieser Studiengang?

Ich habe mich für ein duales Studium im Bereich Logistikmanagement entschieden, da die Logistik durch ihre Querschnittsfunktion im Handel, Industrie und Transportwesen sehr vielfältig ist.

Während eines Besuches einer Ausbildungs- und Berufsmesse in Köln ist mir auch der Stand der EUFH Brühl/Neuss aufgefallen. Dort habe ich mich über das duale Studium und auch über das Studienangebot näher informiert. Die Leute an dem Stand (überwiegend Studenten der EUFH) und das Prinzip bzw. die Idee der EUFH waren mir gleich sympathisch. Daraufhin habe ich mit Hilfe der Informationsbroschüre der EUFH und eigener Recherche im Internet mich genauer über die einzelnen Studienfächer zu informieren.

Ich habe mich für ein duales Studium im Bereich Logistikmanagement entschieden, da die Logistik durch ihre Querschnittsfunktion im Handel, Industrie und Transportwesen sehr vielfältig ist. Diese Vielfältigkeit und der Aspekt, dass man nach dem Studium in vielen Bereichen auch außerhalb des Transportwesens in Logistikbereichen tätig sein kann waren die ausschlaggebenden Gründe für den Studiengang Logistikmanagement.

Wie läuft die Bewerbung für ein duales Studium Logistikmanagement ab? Suchst du dir das Unternehmen selber aus? Gibt die Hochschule Hilfestellung bei der Suche? Kurz gefragt: Wie bist du vorgegangen?

Zunächst habe ich mich für den Assessment Day an der EUFH angemeldet. Dort muss ein Deutsch-, Englisch und Konzentrationstest sowie ein persönliches Interview absolviert werden. Nachdem ich diese Tests bestanden hatte, habe ich mich auf die Suche nach einem Praxisunternehmen gemacht. Dort habe ich in erster Linie nach Unternehmen gesucht, die eine Ausbildung innerhalb eines dualen Studiums anbieten. Es besteht jedoch zudem die Möglichkeit ein Langzeitpraktikum neben dem Studium zu absolvieren.

Bei der Suche des Unternehmens wird man zwar von der Hochschule unterstützt, jedoch bedeutet das nicht, dass es weniger Aufwand ist. Zunächst liegt es an den Bewerbern eine „20er-Liste“ auszufüllen in der die 20 Unternehmen eingetragen werden, bei denen man sich beworben hat. Diese wird an den verantwortlichen Betreuer des jeweiligen Studiengangs gesendet. Das klingt im ersten Moment nach viel Arbeit, dennoch hilft diese 20er-Liste im weiteren Bewerbungsverlauf ungemein, da zum einen die EUFH über den aktuellen Bewerbungsstatus informiert wird und zum anderen der Student hilfreiche Informationen und Hinweise von der EUFH über die einzelnen Unternehmen erhält. Während der „Wartezeit“ im Bewerbungsprozess, sendet der Betreuer des Studienganges immer wieder vakante Stellen an die Studenten, die noch ein Unternehmen suchen. Sollte eine der Stellen interessant sein, so teilt man dies der Hochschule mit. Diese sendet dann ein Studentenprofil (welches ebenfalls mit der 20er-Liste vom Studenten ausgefüllt wird) an das jeweilige Unternehmen. Bei diesen Unternehmen handelt sich in meist um Kooperationsunternehmen der EUFH. Wenn das Studentenprofil das Unternehmen anspricht, so wird man gebeten seine Bewerbungsunterlagen zu senden.

Auf diesem Wege fand ich auch mein Praxisunternehmen, die TX Logistik AG, die mich nach der Zusendung meiner Bewerbungsunterlagen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und später als Auszubildenden eingestellt hat.

Kannst du uns einen Einblick in dein Studium geben? Was sind die Inhalte deines Studiums? Ganz einfach gefragt: Was lernst du?

In den ersten zwei Semestern werden die betriebs- und volkswirtschaftlichen Grundlagen geschaffen, wobei auch erste fachspezifische Vorlesungen stattfinden. Darüber hinaus kann man neben Englisch noch eine zweite Fremdsprache lernen. Im dritten Semester nimmt dann der Anteil der fachspezifischen Vorlesungen zu, bevor im vierten Semester Wahlvertiefungsfächer gewählt werden, die zur Vertiefung bestimmter logistischer Themen dienen (z.B. Kontraktlogistik, Chemielogistik oder Frischelogistik).

Neben diesen Inhalten lernt man als Student jedoch auch viel über Methoden und das richtige Verhalten in Situationen des Berufslebens. So findet vom ersten bis zum sechsten Semester die Veranstaltung „Training sozialer Kompetenzen“ statt, in der Dinge wie Teamarbeit, Kommunikation oder interkulturelle Kompetenzen gelehrt werden. Des Weiteren gibt es auch Vorlesungen zum richtigen wissenschaftlichen Arbeiten und Selbst- und Zeitmanagement.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Studium an der EUFH ein sehr vielseitiges und abwechslungsreiches Angebot an Studieninhalten bietet. Neben den betriebs- und volkswirtschaftliche Themen sowie den Logistikvorlesungen werden auch viele interessante und insbesondere für die Praxisphase nützliche Vorlesungen in Methodik und richtigen Verhalten angeboten.

Und wie ist deine praktische Ausbildung aufgebaut? Wie oft bist du im Betrieb und was lernst du dort?

Hierzu gibt es einen klaren Ausbildungsplan seitens des Unternehmens jedoch auch der Berufsschule, da ich auch eine Zwischenprüfung und Abschlussprüfung bei der IHK ablegen und dementsprechend vorbereitet werden muss.

Grundsätzlich besteht ein Semester aus einer dreimonatigen Theoriephase, in der man zur Universität und ggfs. zur Berufsschule geht und einer dreimonatigen Praxisphase, in der man im Unternehmen als Auszubildender bzw. Praktikant tätig ist. Das bedeutet, dass ich in einem Jahr für ein halbes Jahr im Unternehmen bin und dort eine normale Ausbildung zum Kaufmann für Logistik- und Speditionsdienstleistungen absolviere. Hierzu gibt es einen klaren Ausbildungsplan seitens des Unternehmens jedoch auch der Berufsschule, da ich auch eine Zwischenprüfung und Abschlussprüfung bei der IHK ablegen und dementsprechend vorbereitet werden muss.

Im Betrieb durchlaufe ich während der drei Monate zwei bis drei Abteilungen, in denen ich kleinere Aufgaben selbständig übernehmen kann und viele Einblicke in das tägliche Geschäft erhalte. Besonders interessant hierbei ist es, die theoretischen Erkenntnisse aus den Vorlesungen und dem Berufsschulunterricht im Unternehmen anzuwenden. Eben das ist der Sinn dieses Studiums und meiner Meinung verinnerlicht man hierdurch die Theorie noch mehr durch das direkte Anwenden innerhalb einer Ausbildung oder Praktikums.

Was gefällt dir an deinem dualen Studium besonders gut? Gibt es vielleicht auch etwas, was dir nicht so gut gefällt und wo du noch Verbesserungspotenzial siehst?

Dennoch überwiegen für mich die positiven Dinge des dualen Studiums.

Wie schon erwähnt, ist es eben die Mischung aus Theorie und praktischen Erfahrungen. Da mein Unternehmen zudem ein Kooperationsunternehmen der EUFH ist, läuft die Kommunikation und Verwaltung zwischen Hochschule und Unternehmen ebenfalls sehr gut. Auf der anderen Seite kennt mein Unternehmen die EUFH und den Aufbau des Studiums und die Hochschule kennt das Unternehmen. Diese Situation stellt eine gute Grundlage für ein angenehmes duales Studium dar.

Verbesserungspotenzial sehe ich bzw. sah ich in der Aufteilung und Reihenfolge der Vorlesungen an der Hochschule. Dies wurde jedoch seit dem letzten Jahrgang erneuert, so ist es nun z. B. möglich anstatt einer zweiten Fremdsprache Vorlesungen in „europäischer Wirtschaftspolitik“ zu besuchen. Darüber hinaus werden die weniger fachspezifischen Themen in den ersten zwei Semestern behandelt, um danach den Schwerpunkt auf logistikspezifische Vorlesungen zu legen.

Ein weiterer Punkt, der verbessert werden könnte, ist die Integration des dualen Studiums in das Ausbildungssystem der IHK. Natürlich gibt es einen festgelegten Ausbildungslehrplan in der Berufsschule, jedoch ist auf Grund des gleichzeitigen Besuchs der Universität dieser Plan nicht immer optimal.

Dennoch überwiegen für mich die positiven Dinge des dualen Studiums. Denn gerade den Vorteil von theoretischer Erfahrung aus der Universität und praktischen Erfahrung aus dem Unternehmen bietet nach dem Studium viele Möglichkeiten.

Unsere letzte Frage: Was würdest du einem Studieninteressenten raten, was eine gute Voraussetzung für ein duales Studium Logistikmanagement ist? Für wen ist dieses Studium besonders geeignet?

Ich halte es für besonders wichtig, dass man Spaß an dem Thema Logistik hat. Es ist zwar ein komplexes und vielseitiges Thema, aber genau das macht es so spannend und besonders in diesem Bereich zu studieren und zu arbeiten. Für das duale Studium Logistikmanagement kann ich zudem sagen, dass die Vorlesungen immer sehr praxisnah gestaltet werden. Viele Dozenten waren oder sind in Logistikunternehmen tätig und können dadurch viel aus ihrem eigenen Berufsleben und Erfahrungen erzählen, wodurch manch ein trockenes Thema zu einem Highlight werden kann.

Besonders geeignet für dieses Studium sind Menschen, die über ein gutes Durchhaltevermögen, ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Organisationtalent besitzen. Denn bei allen Vorteilen die dieses Studium bietet, muss man auch für ein erfolgreiches Abschneiden etwas tun. Man muss bereit sein viel Zeit für das Studium zu investieren und auch neben dem Beruf oder in der Freizeit Dinge für die Uni oder Berufsschule zu erledigen. Bringt man diese Eigenschaften mit und hat man, wie einleitend erwähnt, Spaß an Logistik und einem abwechslungsreichen und vielseitigen Beruf, so kann ich jedem dieses Studium empfehlen.

Tim, vielen Dank für deine ausführlichen Antworten. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg für dein Studium.

Dankeschön.

Erfahrungsbericht von Christopher

Christopher van Laack Duales Studium Logistikmanagement

Erfahrungsbericht

Christopher, erzähl uns doch einfach mal von deinem Studium und dem Weg dahin.

Mein Unternehmen schickte mich während der Praxisphasen unter anderem nach Frankreich und Malaysia für je drei Monate.

Nach Abschluss meines Abiturs im Jahr 2007 und während dem darauffolgenden Jahr Zivildienst in der Kinderonkologie in Köln habe ich mich an der EUFH in Brühl für den Studiengang Logistikmanagement beworben. Das Assessment Center war intensiv und anspruchsvoll, aber machbar. Direkt am gleichen Tag habe ich die Zusage von der Hochschule erhalten. Gemeinsam mit der Abteilung „Unternehmenskommunikation“ habe ich mich auf die Suche nach einem Partnerunternehmen gemacht. Hierbei bewarb ich mich eigeninitiativ, aber auch über die EUFH bereits bestehenden Kooperationspartnern.

Nach zwei Zusagen in anderen Unternehmen entschied ich mich für einen der Kooperationspartner, die Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, einem global agierendem Familienunternehmen mit ihrem Hauptsitz in Siegburg.

Im permanenten Wechsel zwischen Theorie- und Praxisphasen absolvierte ich das Studium und die Ausbildung zum Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistung mit sehr guten Abschlüssen.

Besonders intensiv empfand ich die Schwerpunkte im Bereich Logistik, die aktive „Weiterarbeit“ an den Fremdsprachenkenntnissen und das Training sozialer Kompetenzen. Auch das Auslandssemester, welches ich in Hong Kong absolvieren durfte, war eines der Höhepunkte im Studium. Mein Unternehmen schickte mich während der Praxisphasen unter anderem nach Frankreich und Malaysia für je drei Monate.

Insgesamt konnte aufgrund der straffen und guten Organisation des Studiums das Unternehmen die Phasen optimal verplanen und mich gezielt in Projekten einsetzen. Heute bin ich nach wie vor bei Siegwerk beschäftigt und leite mittlerweile den Bereich der Standortlogistik an unserem Hauptsitz. Mit rund 90 Mitarbeitern, Budget- und Betreiberverantwortung wurde mir sehr viel bereits kurz nach dem Studium zugetraut.

Insgesamt empfehle ich das Studium an der EUFH sehr weiter (bspw. studiert derzeit mein Bruder an der EUFH im Bereich Handelsmanagement). Der enge Kontakt mit den Professoren und Dozenten, die Möglichkeit bereits ab der ersten Minute ein Gehalt zu „verdienen“, sowie der permanente Fokus auf die Weiterentwicklung der Soft Skills, all das waren wichtige Elemente in der Gestaltung meiner beruflichen Karriere.

Vielen Dank für deinen Bericht!

Gerne.

Erfahrungsbericht von Daniel

Daniel Duales Studium Logistikmanagement

Erfahrungsbericht

Viele Studieninteressenten fragen sich, wie solch ein duales Studium Logistikmanagement abläuft. Sei bitte so nett und gib uns einen Einblick hinter die Kulissen: Wie ist der typische Semesterablauf? Wie sind die Ausbildungs- und Studienzeiten aufgeteilt?

Jedes Semester ist in zwei Blöcke geteilt, einmal den Praxisblock und den Theorieblock. In den 13 - 14 Wochen Praxiszeit ist man ausschließlich im Unternehmen tätig, arbeitet fünf Tage pro Woche wie ein normaler Arbeitnehmer. Welche Abteilungen man im Betrieb durchläuft hängt ganz individuell von Unternehmen ab.

In den 12 - 13 Wochen Theoriezeit besucht man dreimal in der Woche die Fachhochschule und zweimal das Berufskolleg. Hochschultage sind durchschnittlich mit drei bis vier Vorlesungen belegt, bedeutet also, dass man nicht selten auch mal acht Stunden oder länger in der FH sitzt. Hingegen die zwei Tage Berufskolleg sind mit „normalen“ Schulzeiten von 8:00 – 13:00 Uhr ein wahrer Luxus. Jahresurlaub, der einem im Rahmen der Ausbildung gewährt ist, kann man somit auch nur in seiner jeweiligen Praxiszeit nehmen.

Die Inhalte der Studienzeit sind sehr komplex und vielseitig. Im Groben kann man aber drei Schwerpunkte nennen. Erster Schwerpunkt ist ganz klar der wirtschaftswissenschaftliche Aspekt, zusammen mit fundierten Managementkenntnissen, welche einem über die sechs Semester vermittelt werden. Durch ein intensives Fremdsprachentraining mit zwei Fremdsprachen, zu der Englisch selbstverständlich als Pflichtsprache zählt, sowie dem Auslandssemester erkennt man die internationale Ausrichtung des Studiums. Dritter Schwerpunkt ist das integrierte Soft Skills Training, bei dem unter anderem die sozialen Kompetenzen stark gefördert werden.

Du hast dein Studium an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in Brühl (bei Köln) absolviert. Wie sind deine Erfahrungen dort? Kannst du die Hochschule empfehlen? Was sind die positiven und negativen Erlebnisse?

Ich habe mich von Beginn an sehr wohl an der EUFH gefühlt. Die Umgebung und die Professoren und Dozenten geben einem ein vertrautes Gefühl, da man insbesondere bei Fragen, Problemen sich direkt an sie wenden konnte. Die Klausurenphasen waren natürlich nicht zu unterschätzen, doch gemeinsam mit seinen Kommilitonen bekommt man auch diese Hürden gemeistert. Großer Pluspunkt ist wie schon angedeutet, das Auslandssemester, welches einem die Türen in die ganze Welt, für vorerst ein Semester, öffnet.

Wenn man sich im Vorhinein bereits weiß, dass man anschließend einen Master Studium machen möchte, diesen eventuell an einer anderen Universität, sollte man sich im vorab informieren, ob man durch das duale BA Studium an der EUFH die notwendigen Credits erhält, die als Zulassung für den Master an verschiedenen Universitäten vorgewiesen werden müssen. Alles in allem war ich rückblickend mit der Wahl meiner Fachhochschule sehr zufrieden.

Daniel, vielen Dank für deine ausführlichen Antworten. Wir wünschen dir viel Erfolg beim Studienabschluss und dem Sprung ins Berufsleben als Logistikmanager.

Sehr gerne. Und vielen Dank!

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