Studieren während der Corona-Pandemie

Innerhalb weniger Monate hat das Coronavirus die Studierendenwelt auf den Kopf gestellt und einige Konsequenzen nach sich gezogen. Der reguläre Start des Sommersemesters 2020 ist ins Wasser gefallen, alle Lehrveranstaltungen wurden zunächst auf Eis gelegt. Mittlerweile wurden Strategiepläne und Lösungen für einen Fortbetrieb des Lehrangebots entwickelt und im Verlauf des Wintersemesters 2020/2021 angepasst. Wir erklären dir, was das für das Logistik Studium bedeutet.

Auswirkungen des Virus auf die Hochschulwelt

Infografik zu den Auswirkungen des Coronavirus auf das Studium

Nach der anfänglichen Unsicherheit über die Umsetzung von Lehrveranstaltungen und Prüfungen herrscht nun verbreitet Zuversicht an den Hochschulen. Das Schlüsselwort für die strategische Planung: digital! Länder- und Hochschulen legen den Fokus auf digitale Lehr- und Prüfungsveranstaltungen. Vereinzelt werden diese noch mit Präsenzangeboten kombiniert, wenn dies zur Umsetzung bestimmter Lernformate notwendig ist.

Seit dem Sommersemester 2020 wurden außerdem zahlreiche Regelungen für den Hochschulbetrieb an die erschwerten Bedingungen des digitalen Hochschulstudiums angepasst. Diese Verordnungen variieren je nach Bundesland und gelten vorerst bis zum 1. Oktober 2021.

Sommersemester 2021

Das Sommersemester 2021 findet bundesweit zum ausgewiesenen Semesterbeginn statt. Grundsätzlich soll der digitale Hochschulbetrieb – das betrifft sowohl Lehr- als auch Prüfungsveranstaltungen – fortgesetzt werden. Die Regelungen für die Umsetzung des digitalen Hochschulbetriebs können aber von Bundesland zu Bundesland voneinander abweichen. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise sind Präsenzlehrveranstaltungen nur dann zulässig, wenn durch ein Verschieben oder Wegfallen ein schwerwiegender Nachteil für Studierende entstehen würde. In Brandenburg sind Präsenzlehrveranstaltungen mit bis zu fünf Teilnehmern zulässig. (Stand: März 2021)

Wintersemester 2021/22

Fristverschiebung für die Bewerbung auf einen Studienplatz: Auch in diesem Jahr werden terminliche Änderungen dazu führen, dass die Ergebnisse der Abiturprüfungen gegebenenfalls erst Ende Juli feststehen. Aus diesem Grund wurde der Bewerbungsschluss für das Wintersemester 2021/22 auf den 31. Juli 2021 verschoben. Diese Fristverschiebung kommt dir zugute, wenn du dich mit deinem Abiturzeugnis für einen Studiengang bewerben willst. Auch die Ausschlussfrist für das Nachreichen von Unterlagen wurde vom 15. Juni auf den 5. August verschoben.

Diese Regelung gilt nicht für Alt-Abiturienten! Wenn du dein Abitur vor dem 16. Januar 2021 erworben hast, gelten für dich die üblichen Ausschlussfristen (Ende der Bewerbungsphase am 31. Mai 2021 und das Fristende für das Nachreichen von Unterlagen am 15. Juni 2021).

Folgen für BAföG, Erasmus+ und Co.

Beruhigendes zu Beginn: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat betont, Studierende haben in Bezug auf ihre BAföG-Förderung keine finanziellen Nachteile aufgrund der Corona-Auswirkungen im Hochschulbereich zu befürchten. Auch wenn sich beispielsweise der Semesterstart verschiebt, wie es im Sommersemester 2020 der Fall war, besteht ein BAföG-Anspruch ab dem ursprünglich ausgewiesenen Semesterbeginn. Du hast auch weiterhin Anspruch auf BAföG, wenn Vorlesungen ausfallen. Allerdings ist die Teilnahme an Online-Kursen für dich verpflichtend. Wenn du die Regelstudienzeit überziehst, da deine Klausur aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattgefunden hat, erhältst du in der Regel weiterhin BAföG.

Hinsichtlich zukünftiger Auslandsaufenthalte steht bislang jedoch noch ein großes Fragezeichen im Raum. Seit dem Wintersemester 2020/2021 können Studien- und Praktikumsaufenthalte im Ausland als virtuelle Erfahrung bzw. sogenannte „Blended Mobility“ gefördert werden. Diese Regelung gilt auch für das Sommersemester 2021. Ziel ist es, das Semester virtuell zu beginnen und im weiteren Verlauf physisch anzutreten, sofern die Pandemiebestimmungen des Gastlandes und der Gasthochschule es zulassen. Sei dir aber darüber im Klaren, dass die physische Mobilität, je nach Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie, verschoben, verkürzt oder gestrichen werden kann. Das Erasmus+ Online-Studium wird für die Zeit im Gastland des Auslandsaufenthalts mit dem regulären Satz gefördert.

Bei einem physischen Auslandsaufenthalt liegt es als Geförderte/r in deiner Verantwortung, die Corona-Bestimmungen des Gastlandes zu befolgen. Der DAAD rät außerdem dringend von der Einreise in Corona-Risikogebiete ab und weist darauf hin, dass das Auswärtige Amt von weiteren Not-Rückholaktionen deutscher Staatsbürger absieht (Stand: Februar 2021). Weitere Informationen zu Erasmus+ als „Blended Mobility“ findest du auf der Webseite des DAAD.

Flexible Alternative: Das Fernstudium

Um den Lehrbetrieb in Zeiten der Corona-Pandemie fortzusetzen, sind Universitäten, Fachhochschulen und Akademien auf digitale Lern- und Unterrichtsformen angewiesen. Fernhochschulen setzen schon lange auf diese Form der ortsunabhängigen Lehre und sind dadurch kaum von der Pandemie betroffen. In unserer Rubrik Fernstudium versorgen wir dich mit allen wichtigen Infos rund um dieses Studienmodell.

Hochschultipp

Sponsored

Sie wollten sich schon länger in einem bestimmten Bereich weiterbilden, hatten aber nicht die Gelegenheit dazu? An der AKAD University finden Sie ein breit gefächertes Angebot an Fernstudiengängen, die Sie während der Kurzarbeit absolvieren können. Details im Infomaterial.

Infomaterial anfordern

  • Kostenlos
  • Unverbindlich
  • Alle Infos auf einen Blick

* Pflichtfelder

Umfangreiche Informationen und aktuelle Meldungen zu den Entwicklungen im Hochschulbereich findest du unter Mein Studium & Corona auf unserem Partnerportal Das-Richtige-studieren.de.

War dieser Text hilfreich für dich?

5,00/5 (Abstimmungen: 2)

Schließen

Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de