Logistik Weiterbildungen im Portrait

Weiterbildung: Geprüfter Logistikmeister (IHK)

Du bist bereits im Bereich der Logistik tätig, wünscht dir aber neue berufliche Herausforderungen? Eine Weiterbildung zum geprüften Logistikmeister (IHK) eröffnet seinen Absolventen zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten und neue Aufgabenbereiche.

Die Logistikbrache entwickelt sich stetig weiter und auch ihre Rahmenbedingungen und Aufgabenbereiche unterliegen einem ständigen Wandel. Dementsprechend sind auch Logistik-Fachkräfte gefragt, sich durch Weiterbildung auf den neusten Stand zu bringen, um sich beruflich weiterentwickeln zu können. Eine Möglichkeit dazu bietet zum Beispiel die Weiterbildung zum geprüften Logistikmeister der Industrie- und Handelskammern (IHK), welche ihre Absolventen für neuen Tätigkeitsbereiche und Positionen innerhalb eines Unternehmens qualifiziert.

Alle Infos zur Weiterbildung zum Logistikmeister (IHK)

Weiterbildung Logistikmeister: Inhalte

Logistikmeister sind leitende Fachkräfte in Logistik- und Transportunternehmen, wo sie für viele unterschiedliche Aufgabenbereiche zuständig sind: Diese reichen von der Organisation und Abwicklung des Warentransports über die Warenkontrolle und das Qualitätsmanagement bis hin zum Personal- und Betriebsmanagement. Um seine Absolventen optimal auf diese Aufgabe vorzubereiten, geht die Weiterbildung zum geprüften Logistikmeister (IHK) geht dementsprechend auf unterschiedliche thematische Fachbereiche ein. 

  1. Im Bereich "Berufs- und arbeitspädagogische Eignung" geht es vor allem darum, den Teilnehmern alle notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, um Ausbildungen zu planen, durchzuführen und abzuschließen.
  2. Der Bereich "Fachrichtungsübergreifende Qualifikationen" dreht sich hingegen vor allem um Themen wie Rechtsbewusstes Handeln, Zusammenarbeit im Betrieb oder Kommunikation und Planung.
  3. Die "Handlungsspezifischen Qualifikationen" beschäftigen sich mit den drei Themenbereichen der betrieblichen Organisation und des Kostenwesens, Logistikprozesse und Führung und Personal.

In zwei Schritten zum Logistikmeister

Die Weiterbildung zum geprüften Logistikmeister setzt sich, wie der Großteil der IHK-Weiterbildungen, aus zwei aufeinander aufbauenden Teilen zusammen. Diese sind die (nicht verpflichtende, aber unbedingt zu empfehlende) Teilnahme an einem vorbereitenden Lehrgang bei einem entsprechenden Bildungsanbieter sowie das Ablegen einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Da nur die IHK berechtigt ist, die Berufsbezeichnung "Logistikmeister" zu verleihen, darf man sich erst nach dem erfolgreichen Bestehen der Prüfung „geprüfter Logistikmeister (IHK)“ nennen.

Voraussetzungen

Zugang zur Weiterbildung zum geprüfter Logistikmeister (IHK) kann man auf unterschiedliche Art und Weise bekommen. Dazu gehören 

  • eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung aus dem Fachbereich der Logistik,
  • eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung aus einem abweichendem Bereich sowie eine mindestens einjährige, einschlägige Berufspraxis oder
  • eine mindestens vierjährige, einschlägige Berufspraxis.

„Einschlägige Berufserfahrung“ bedeutet in diesem Fall übrigens, dass die Berufspraxis einen wesentlichen Bezug zur Tätigkeit des Logistikmeisters aufweisen muss. Da sich die Lehrgangsanbieter in der Regel an den Industrie- und Handelskammern orientieren, setzen sie für eine Teilnahme in der Regel übrigens die gleichen Zugangsqualifikationen voraus.

Dauer und Verlauf

Lehrgang

Wie die Weiterbildung zum geprüften Logistikmeister (IHK) genau abläuft und wie lange sie dauert, lässt sich nicht verallgemeinern, denn je nach Anbieter können die Lehrgänge ganz unterschiedlich organisiert sein.

So bieten zum Beispiel manche IHK-Bildungsinstitute einen sechssemestrigen Vorbereitungskurs an, der sich über eine Dauer von drei Jahren erstreckt. Der Unterricht findet dabei beispielsweise immer am Mittwochabend und Samstagmorgen statt. Zusätzlich muss man ausreichend Zeit für das Selbststudium zu Hause einplanen.

Andere Anbieter bieten die Lehrgänge auch in Vollzeit an; hier konzentrieren sich die Studierenden ganz auf das Lernen und schließen den zeitlich komprimierten Kurs so in nur vier Monaten ab.

Welche Variante sich für dich am besten eignet, hängt dabei vor allem von deinen individuellen Lebensumständen ab.

Prüfung vor der IHK

Die auf den Lehrgang folgende Prüfung vor der IHK besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil; die schriftliche Prüfung kann sich dabei (inkl.Pausen) über einen Zeitraum von bis zu acht Stunden erstrecken, die mündliche Prüfung sollte hingegen nicht länger als max. 45 Minuten in Anspruch nehmen.

Inhaltlich strukturiert sie sich in die Bereiche "Grundlegende Qualifikationen", "Handlungsspezifische Qualifikationen" und den "berufs- und arbeitspädagogischen Teil". Die Prüfungsteile bauen dabei teilweise aufeinander auf und werden separat von einander absolviert. So müssen zum Beispiel zuerst die "Grundlegenden Qualifikationen" bestanden werden, um dann für die spätere Teilnahme an der Prüfung zu den "Handlungsspezifischen Qualifikationen" zugelassen zu werden.

Die Weiterbildung zum geprüften Logistikmeister stellt übrigens nur eine Stufe des IHK-Weiterbildungskonzepts dar; nach der erfolgreich abgeschlossenen Prüfung berechtigt der Abschluss zur Teilnahme an der Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt (IHK), welcher einen der höchsten Abschlüsse darstellt und weitere Karriereoptionen ermöglicht.

Kosten

Bevor man sich verbindlich zu einer Weiterbildung zum geprüften Logistikmeister (IHK) anmeldet, sollte man sich natürlich erst einmal einen Überblick über die damit verbundenen Kosten machen. Diese lassen sich grob in zwei Kategorien aufteilen: die Lehrgangsgebühren der verschiedenen Bildungsanbieter sowie die Gebühren für die Abnahme der Prüfung durch die Industrie- und Handelskammer. Während erstere je nach Institut variieren können und sich meistens in einem Rahmen zwischen 6.000 - 7.000 Euro bewegen, liegen die Prüfungsgebühren der IHK in der Regel bei nicht mehr als rund 300 - 400 Euro.

Anerkennung

IHK-Prüfungen sind bundesweit einheitlich geregelt, die Abschlüsse dementsprechend öffentlich-rechtlich anerkannt. Aus diesem Grund haben sie bei den meisten Arbeitgebern einen sehr guten Ruf und hohen Stellenwert.

Dabei sollte beachtet werden, dass es sich um einen Abschluss handelt, den es so nur in Deutschland gibt. Einen IHK-Abschluss kennt man im Ausland ggf. nicht und weiß damit nicht immer etwas anzufangen. 

Karriere nach der Weiterbildung

Nach dem erfolgreichen Bestehen der Prüfung können IHK-Logistikmeister beruflich durchstarten. Doch wo finden sie überhaupt Anstellung, und wie ist es um ihre Karrieremöglichkeiten bestellt?

Zu den klassischen Arbeitgebern von geprüften Logistikmeistern zählen natürlich vor allem Transportunternehmen und Logistikdienstleister wie z.B. Speditionen u.Ä. Sie finden aber auch Anstellung in Unternehmen der Wirtschaft, die in irgendeiner Form mit logistischen Abläufen und Prozessen zu tun haben – was ihnen zahlreiche berufliche Möglichkeiten eröffnet. Da die Logistikbranche im Moment außerdem die drittgrößte in Deutschland ist, stehen ihre Karrierechancen aktuell sehr gut.

Bei ihrem jeweiligen Arbeitgeber sind Logistikmeister dafür zuständig, dass jeder einzelne Schritt der Waren- und Güterflüsse reibungslos abgewickelt wird. Sie planen, organisieren, steuern und überwachen; zusätzlich koordinieren sie Arbeitsprozesse, kümmern sich ums Qualitätsmanagement und betriebliche Abläufe. Da sie in der Regel in einer leitenden Position zum Einsatz kommen, sind sie außerdem auch für die Anleitung, Einweisung und Planung von Angestellten verantwortlich. Sie planen zum Beispiel den Personalbedarf, erstellen Personalpläne oder sind für die Ausbildung von neuen Mitarbeitern zuständig.

Gehalt

Und mit welchem Gehalt können Logistikmeister (IHK) für diese Tätigkeit rechnen? Das kommt ganz darauf an – nämlich darauf, ob sie für ein großes, mittelständisches oder kleines Unternehmen arbeiten, in West-, Süd- oder Ostdeutschland angestellt sind und wie viel Berufserfahrung sie mitbringen. Alle diese Faktoren wirken sich unmittelbar auf das Gehalt des Logistikmeisters aus und sorgen so dafür, dass es hier, wie auch in anderen logistischen Berufsfeldern, eine große Einkommensspanne gibt. Diese liegt für den Logistikmeister bei ca. 2.500 bis rund 4.000 Euro Bruttogehalt im Monat. Diese Angabe sollte man allerdings eher als Orientierungswert verstehen, denn in Abhängigkeit von den individuellen Umständen kann das konkrete Einkommen eben auch deutlich höher oder niedriger liegen. Nicht zuletzt spielt natürlich auch das eigene Geschick bei den Gehaltsverhandlungen eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Mehr zum Thema Gehalt in der Logistikbranche gibt es hier.

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Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

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