Das duale Logistik Studium im Detail

Hier gibt´s nun die Details zum dualen Logistik Studium: Welche Logistik-Studiengänge kann man dual studieren? Was lerne ich? Und wie geht es nach dem dualen Studium karrieremäßig weiter? Das und noch viel mehr erfährst du hier.

Die Studiengänge im Bereich der Logistik sind vielfältig: Informationslogistik, Verkehrslogistik oder Supply Chain Management sind typische Studiengangsnamen. Wenn du dual studieren willst, hast du in der Regel zwei Optionen:

  1. Logistik(management)
  2. BWL mit Logistik-Schwerpunkt

Fast alle dualen Logistik-Studiengänge nennen sich einfach nur „Logistik“, dahinter verbergen sich dann in der Regel die Inhalte eines Logistikmanagement-Studiums. Alternativ gibt es jede Menge BWL-Studiengänge, die eine Spezialisierung auf die Logistik vorsehen.

Logistik oder BWL mit Logistik-Schwerpunkt studieren?

Egal, ob du dich für ein duales Logistik Studium oder BWL-Studium mit Logistik-Schwerpunkt entscheidest – beides macht dich fit für eine Zukunft in der Logistikbranche. Beide Studiengänge vermitteln dir ein breites BWL-Wissen, gespickt mit Logistik-Know-how. Der Unterschied besteht nur darin, dass ein reines Logistik Studium umfassender auf Logistik-Themen eingeht als es im generalistischen BWL-Studium der Fall sein wird. Diese kommen in einem BWL-Studium sicherlich etwas kürzer.

Ein BWL-Studium mit Logistik-Schwerpunkt ist deshalb aber nicht zwingend schlechter: Du sammelst durch die regelmäßigen Praxiseinsätze in logistischen Abteilungen ja schon in jungen Jahren sehr wertvolle Logistik-Erfahrungen – mit der Qualifikation des dualen Studiums bist du vielen Mitbewerbern auf dem Arbeitsmarkt einen großen Schritt voraus.

Es ist also oft nicht unbedingt entscheidend, welches Studium du gemacht hast, es kommt vielmehr auf die praktischen Erfahrungen an. Entscheide dich also für ein Unternehmen, das deine beruflichen Pläne verwirklichen lässt und ausreichend Einsatzzeiten in der Logistik vorsieht.

Studieninhalte und Ablauf

Inhaltlich unterscheidet sich das duale Logistik Studium wenig von anderen Vollzeit-Studiengängen rund um das Logistikmanagement. Schließlich ist hier nur die Organisationsform des Studiums anders – das Studium qualifiziert inhaltlich für die gleichen Jobs.

In deinen Theoriephasen an der Hochschule stehen also Themen aus BWL und Logistik auf dem Studienplan. Typische betriebswirtschaftliche Inhalte sind zum Beispiel

  • Grundlagen der BWL,
  • Personalmanagement,
  • Finanzen und Controlling,
  • Buchhaltung,
  • Unternehmensführung,
  • Marketing,
  • Unternehmensorganisation und auch die
  • Grundlagen der VWL.

Dazu kommen dann spezifischere Themen, die für Logistiker wichtig sind. Diese heißen beispielsweise

  • Supply Chain Management,
  • Prozessmanagement,
  • Zollwesen,
  • Verkehrsrecht,
  • Informationstechnologie und Speditionssoftware,
  • E-Commerce oder
  • Wirtschaftsrecht.

Je nach Hochschule werden auch noch Fremdsprachen unterrichtet und Seminare für Projektmanagement oder Management-Kompetenzen angeboten.

So funktioniert das duale Logistik Studium

Auch wenn man sich im dualen Studium direkt beim Unternehmen bewirbt (sehr selten führt der Weg über die Hochschule), gilt es eine bestimmte Voraussetzung zu erfüllen: Du musst die Hochschulzugangsberechtigung haben. Die hast du, wenn du das Abitur oder Fachabitur hast. Beim Fachabitur musst du sowohl den schulischen als auch den praktischen Teil absolviert haben.

NC im dualen Studium

Gute Nachrichten: Einen NC musst du nicht erfüllen. Gute Noten können trotzdem nicht schaden. Schließlich bewirbst du dich direkt beim Unternehmen und musst die Personaler mit deinen Unterlagen von dir überzeugen. Wenn du den Bewerbungsprozess erfolgreich gemeistert hast, wirst du automatisch in den Logistik-Studiengang eingeschrieben.

Mehr zum Thema Bewerbung

Duale Logistik-Studiengänge sind auf sechs oder sieben Semester angelegt. Ob nun sechs oder sieben Semester, das hängt ganz einfach von der Organisation der jeweiligen Hochschulen ab.

In dieser Zeit gehst du aber nicht durchgängig an die Hochschule, sondern auch regelmäßig ins Unternehmen, um dort mitzuarbeiten. Je nach Studienmodell machst du hier parallel noch eine Berufsausbildung oder bist einfach so in ein Beschäftigungsverhältnis eingebunden.

Zeitmodelle

In welchem Rhythmus sich Studium und Arbeit abwechseln, kommt auf das vom Unternehmen gewählte Zeitmodell an. Besonders üblich ist ein Wechsel der Theorie- und Praxisphasen im 3-Monats-Takt. Allerdings kommt es auch vor, dass der Studierende an zwei festen Wochentage an die Hochschule geht und an den drei verbleibenden Tagen im Unternehmen ist.

Mehr zum Thema Dauer und Studienmodelle findest du hier:

Duales Studium Logistik – Was ist das?

Jetzt wird es natürlich spannend! Was zahlen Unternehmen ihren dualen Logistik-Studierenden? Kann man davon gut leben oder braucht man wohlmöglich weitere finanzielle Unterstützung? 

Die Antwort in Kürze: Ja, man kommt mit dem Gehalt in der Regel gut durch das Studium. Ein Vermögen anhäufen wird man in dieser Zeit allerdings nicht. Jedoch übernehmen Unternehmen meistens auch die Studiengebühren oder zahlen anderweitige Zuschüsse, was zusätzliche Entlastung schafft.

Da jedes Unternehmen unterschiedlich viel Gehalt zahlt und auch in Sachen Zusatzleistungen alles individuell geregelt ist, haben wir dir auf der Seite Gehalt im dualen Logistik Studium einige Beispiele mit konkreten Zahlen aufgelistet sowie weitere Infos zusammengetragen, die dir einen Eindruck davon verschaffen, was du finanziell erwarten kannst.

Hier geht es zum ausführlichen Artikel:

Gehalt im dualen Studium

Erfahrungsberichte

Manchmal fällt die Entscheidung für ein Studium ja leichter, wenn man Erfahrungen anderer Studierender kennt. Wir haben einige dual Studierende zu ihrem Logistik Studium interviewt. Ihre Erfahrungsberichte findest du hier:

Zu den Erfahrungsberichten

Wie geht es nach dem dualen Logistik Studium weiter?

Während sich viele Vollzeit-Studierende nach dem Abschluss auf einen hart umkämpften Arbeitsmarkt stürzen müssen, haben viele dual Studierende häufig schon den Anschlussarbeitsvertrag in der Hand. Warum? Weil Unternehmen ein duales Studium anbieten, um ihren eigenen Nachwuchs auszubilden. Manche Unternehmen verpflichten sogar ihre dualen Studierenden vertraglich, sich für eine gewisse Zeit an die Firma zu binden. Das ist verständlich: Schließlich haben sie sie über mehrere Jahre finanziell und fachlich unterstützt, um sie für die Logistik auszubilden.

Beste Perspektiven

Häufig geht es also nach dem Bachelorabschluss nahtlos weiter in ein Angestelltenverhältnis – langfristig sogar mit der Perspektive auf eine Führungsposition. In welchem Bereich, das hängt natürlich von den individuellen Zielen und Stärken ab. Wer gut analysieren kann, kümmert sich um das Supply Chain Management oder Prozessmanagement, wer eine Affinität zur IT hat, ist gut im E-Commerce aufgehoben usw. Oft zeichnet sich schon gegen Ende des Studiums und innerhalb der Praxisphasen ab, welcher logistische Bereich die besten beruflichen Aussichten für einen selbst bietet.

Konkrete Jobs stellen wir dir in unserer Rubrik Berufswelt vor.

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