Erfahrungsbericht: Duales Studium Logistics Management an der Hamburg School of Business Administration

Florian Drölle hat am 28. September 2011 seine Bachelor Urkunde für den dualen Studiengang Logistics Management an der Hamburg School of Business Administration überreicht bekommen. Sein Studium hat ihn unter anderem an die Tongji University in Shanghai geführt. Wir wollten mehr über seine Studienzeit erfahren und haben Florian um ein Interview gebeten.

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Erfahrungsbericht von Florian

Hallo Florian, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unsere Fragen nimmst. Wann und warum bist du zu dem Entschluss gekommen, ein Studium im Bereich Logistik aufzunehmen?

Als Jugendlicher habe ich viele Jahre Medikamente für eine Apotheke in Hamburg Rahlstedt ausgefahren. Die ersten Jahre zu Fuß oder mit dem Fahrrad und ab dem achtzehnten Geburtstag dann mit dem Auto. Da ich bis zu dreißig Päckchen ausfahren musste und nur eine Liste mit Adressen zur Verfügung gestellt bekam, lag es an mir, die Tour optimal zu planen. Zum Ende meines Studiums kann ich sagen, dass ich damals anfing in wirtschaftlichen und logistischen Zusammenhängen zu denken, ohne die Fachbegriffe gewusst zu haben. Nehmen wir das Beispiel einer Tour, die ich planen musste. Automatisch habe ich das Minimumprinzip angewandt, also ein bestimmtes Ziel (das Ausfahren aller Mittel) mit möglichst wenig Ressourceneinsatz (Zeit, Benzinkosten etc.) zu erreichen. Es lassen sich also ganze wirtschaftliche Modelle auf diese Jugenderfahrung aufbauen. Mit dieser Art des Denkens wusste ich, dass ein Logistikstudium genau das Richtige für mich ist.

Du hast dich nicht für ein „normales“ Vollzeitstudium, sondern für ein duales Logistik Studium entschieden. Wieso diese Wahl? Was für Vorteile hast du dir davon versprochen?

Durch die Kombination aus Theorie und Praxis weiß ich heute, welche wissenschaftlichen Modelle in einem Unternehmen wirklich Anwendung finden.

Von einem dualen Logistik Studium habe ich mir in erster Linie einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den „normalen“ Studenten versprochen. Durch die Kombination aus Theorie und Praxis weiß ich heute, welche wissenschaftlichen Modelle in einem Unternehmen wirklich Anwendung finden. Das Dualstudium ist damit sehr realitätsnah. Ein weiterer Vorteil sind die Kursgrößen an der HSBA, die zwischen zehn und 30 Teilnehmern liegen. Der Unterricht findet dadurch nicht in riesigen Hörsälen sondern in kleinen Räumlichkeiten statt. Diese sind an der HSBA zudem hoch modern ausgestattet. In den kleinen Gruppen wird sehr effizient gearbeitet und auf Grund der geringen Distanz zu den Dozenten, baut man eine ganz andere Beziehung zu ihnen auf. Nicht unerwähnt möchte ich den finanziellen Aspekt lassen.

Gegenüber „normalen“ Vollzeitstudenten erhält man im Rahmen des dualen Studiums ein monatliches Ausbildungsgehalt. Die Kosten für die Uni tragen das Unternehmen und der Student gemeinsam, wobei die meisten Unternehmen den Löwenanteil übernehmen. Daraus kann ich einen weiteren Vorteil ableiten. Da die Unternehmen viel in die Studenten investieren, sind sie daran interessiert, diese meist auch nach ihrem Abschluss zu übernehmen. Die meisten Dualstudenten müssen sich also gar nicht erneut bewerben.

Hat das Studium dann letztendlich auch deine Erwartungen erfüllt? Wo liegen eventuelle Nachteile dieser Studienart?

Meine Erwartungen haben sich voll und ganz erfüllt. Würde ich heute erneut vor der Entscheidung stehen ein duales Studium an der HSBA oder ein normales Vollzeitstudium zu absolvieren, würde ich keine Sekunde zögern und die Chance erneut ergreifen. Nachteilige Aspekte an dieser Studienart kann ich kaum erkennen. Auf Grund des eng getakteten Studienplans beklagen zwar einige ein Mangel an Freizeit, mit ein wenig Disziplin kann man jedoch die Kunst für sich entwickeln, ein duales Studium erfolgreich zu absolvieren und dennoch das Leben zu genießen.

Kannst du uns einen Einblick in dein duales Studium an der HSBA geben? Wie läuft ein typisches Semester ab? Wie sind die Ausbildungs- und Studienzeiten aufgeteilt? Bedeutet ein duales Studium viel Lernstress?

Die Theoriephasen waren zwischen vier und elf Wochen lang und die Praxisphasen im Unternehmen durchschnittlich fünfzehn Wochen. Durch diese abwechselnden Perioden gibt es kein wirkliches Ende eines Semesters, wodurch ich immer in Jahren gedacht habe. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass die meisten Studenten an der HSBA noch parallel einen Ausbildungsabschluss machen und in den Köpfen eher Lehrjahre verankert sind. In den relativ kurzen Theoriephasen muss dann der Stoff erlernt werden, für den „normale“ Vollzeitstudenten deutlich mehr Zeit haben. Täglich von 8:00 - 16:45 Uhr Vorlesungen zu haben ist die Regel. Am Ende einer Phase werden dann die Prüfungsleistungen erbracht. Oft haben wir sechs oder sieben Klausuren an fünf aufeinander folgenden Tagen geschrieben. Die Effizienz der kleinen Kursgrößen ist meines Erachtens ausschlaggebend, um dieses zu leisten.

Würdest du die Hamburg School of Business Administration weiter empfehlen? Welche besonderen Vorteile hat die HSBA anderen dualen Hochschulen gegenüber?

Ich selber war für drei Wochen an der Tongji Universität in Shanghai. Ein einmaliges Erlebnis!

Ich kann die HSBA ohne Einschränkungen weiterempfehlen. Sie bietet nicht nur die genannten Vorteile eines dualen Studiums, sondern noch viel mehr. Die direkte Lage zur Hamburger Innenstadt und Alster sprechen für sich. Da macht ein ungemütlicher Winter richtig Spaß, wenn man den Weihnachtsmarkt nach der Uni gleich vor der Tür hat. Die HSBA bietet in Kooperation mit anderen Hochschulen auf der ganzen Welt zudem diverse Sommerschools an. Ich selber war für drei Wochen an der Tongji Universität in Shanghai. Ein einmaliges Erlebnis! Passend dazu hatte ich an der HSBA zuvor Chinesisch gelernt, sodass ich die neu erworbenen Grundkenntnisse direkt anwenden konnte.

Was würdest du einem jungen Studieninteressenten raten, der dich nach den Berufsaussichten in der Logistik und dem passenden Berufswunsch fragt. Ist ein Logistik Studium zu empfehlen?

Ein Logistik Studium kann ich jedem Studieninteressierten empfehlen. Ich schätz die Berufsaussichten sehr positiv ein, denn logistische Abläufe finden in jedem Unternehmen statt, egal ob Handels-, Dienstleistungs- oder Logistikunternehmen. Das Logistik Studium hat mir persönlich geholfen, Prozesse und Abläufe in einem Unternehmen schneller zu verstehen. Die Analysefähigkeiten steigen meines Erachtens mit dieser Studienart.

Mit einem Logistik Studium legt man sich zwar zunächst für eine Richtung fest, dennoch sind die meisten Logistikstudiengänge so gestaltet, dass man anschließend keinen Einschränkungen für die Wahl eines wirtschaftlichen Masterstudienganges unterliegt. Man eignet sich also nicht nur das Wissen eines BWL-Studenten an, sondern erlernt zusätzliche Methodenkompetenzen, die den Studenten allgemein ausgerichteter Studiengänge verschlossen bleiben.

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